Thomas Battenstein – Gitarrist & Sänger
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Feticheiro. Battenstein, Wienstroer, Schütze
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Feticheiro ist Albumtitel, Bandprojekt und Titelsong gleichermaßen. Feticheiros sind Zauberer und Hexenmeister, die das Böse austreiben und so das Gute freisetzen können (brasilianisch "Feticeiro"). Ich entdeckte den afrikanischen Fetichero in dem eindrucksvollen Roman "Der Chronist der Winde" von Henning Mankell, der seit vielen Jahren in Mosambik lebt. Wie der Feticheiro hat auch jeder Musiker ein besonderes Verhältnis zu seinen Instrumenten, mit denen er sich täglich beschäftigt, die ihn ein Leben lang begleiten. Sie sind Handwerkszeug und emotionale Ausdrucksmittel zugleich, sie fordern Geduld, aber sie können auch verzaubern – den Spieler wie den Zuhörer.

Conga-Spieler Knut Schütze hat schon auf der CD RAIN IN SPAIN tiefe Trommelspuren hinterlassen. Sein Conga-Stil ist stark afro-cubanisch geprägt und passt sehr gut in dieses Album-Konzept. Mit unserem Bassisten Konstantin Wienstroer – ein sehr gefragter und bekannter Kontra- und E-Bassist – hat er später auch auf den CDs QUARTIER LATIN, BLUE SUNDAY und MOMENTS maßgeblich mitgewirkt.

Beide spielten gemeinsam sechs Jahre in der Cuban-Latin-Formation MATA TIGRE und sind bestens aufeinander eingespielt. Ich bin ihnen musikalisch tief verbunden und danke beiden ganz herzlich für ihre Inspiration, die gute Laune und den Spaß bei dieser Produktion. Dieses Zusammenwirken spüre ich in jedem Takt der 14 Titel mit fast 60 Minuten Gesamtspieldauer.

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AFRO LATIN JAZZ ROCK umreißt die stilistische Bandbreite von FETICHEIRO. Mit dem melodischen Opener SUNDANCE (1) geht es gleich afrikanisch anmutend zur Sache. Die schlichte Melodie bleibt sofort hängen und verbreitet Lebensfreude. Ich spiele hier wie auf den Titeln 2, 4, 7, 9, 10 und 11 eine leicht verstärkte Klassikgitarre (Nylon-Saiten). Das flotte Stück GREEN BOSSA (2) zeigt besonders das lockere und dichte Zusammenspiel von Kontrabass, Congas und Gitarre. JUNGLE SESSION (3) leitet mit Urwaldatmosphäre direkt über in den Titelsong FETICHEIRO (4), der zunächst eine fast geheimnisvolle Spannung erzeugt. Zwei klare Themen und ein an "Stairway to Heaven" erinnerndes Zwischenmotiv steigern sich in eine groovige und tanzbare Spiellaune.

Der legendäre Conga-Spieler Mongo Santamaria, Komponist von AFRO BLUE (5) (Prestige1959) hat viel afrikanische Rhythmen in die Latin- und Jazzszene einfließen lassen. Er ist einer von Knuts Trommel-Favoriten. Unser AFRO BLUE spielen wir mit treibendem Latinrock, afro-orientalischer E-Gitarre und einem knackigen Conga-Solo im Finale.

Ben Tucker prägte Anfang der Sechziger mit seiner speziellen Kontrabasstechnik seinen Hit COMIN’ HOME BABY (6). Uns Dreien dient dieser Moll-Blues mit insgesamt 18 Strophen als Plattform für ausgedehnte Soli. Ich spiele hier wie auf den Tracks 13 und 14 E-Gitarre. Nach Knuts variation reichem Solo folgt Konstantin mit Jazz-Feeling auf dem Kontrabass. Während mit dem Mambo-artigen und gut tanzbaren SUMMER BREEZE (7) warme Sonnenstrahlen auf der Haut spürbar werden, versetzt uns OLD FRIEND (8) (Akustik-Gitarre mit Stahlsaiten) in einen Bluesclub. ECHOES OF SPAIN (9) bereitet THE OCEAN (10), einen neu arrangierten Song von meinem früheren Album "île d’yeu" (L’OCEAN 1994) vor, der sich im Mittelteil über wiegendem 6/8 Takt immer mehr in typisch spanische Phrasierungen steigert.

 
 

Der kürzlich verstorbene großartige Kontrabassist Ray Brown hat auf über zweitausend Schallplatten mitgewirkt und somit ein halbes Jahrhundert Jazz mitgestaltet. Er hatte eine ganz besondere Nähe zu den Gitarristen. Ihm widme ich die swingende Jazzwalz-Ballade RAY BROWN (11). Konstantin hat hier ein besonders lyrisches Kontrabass-Solo. Das Ende überrascht noch mit einem bluesig-fetzigen Nachsatz. CROCODILE’S DREAM (12) – unserem geschnitzten Kroko gewidmet – ist eine Latin-Komposition mit vielen Klassik-Gitarren-Elementen, einem verträumten Gitarrensolo und einem subtil gestalteten Solo von Knut. Herbie Hancocks WATERMELON MAN (13), Instrumentalhit von seiner ersten LP Takin’ Off (Blue Note 1963) schraubt sich mit rotziger Rockgitarre von Strophe zu Strophe bis zum doppelten Tempo hoch. Die lockere Partystimmung setzt sich fort auf dem Bonustrack AIR GUITAR EXERCISES (14), die rockige Version von OLD FRIEND. Wenn dieser satte Rock irgendwie an ZZ TOP oder Keith Richard erinnern sollte, dann ist das kein Nachteil. Jedenfalls eignet sich diese Nummer hervorragend für die gerne praktizierten "Luft-Gitarren-Übungen".

Viel Freude beim Hören und Tanzen wünschen
Thomas Battenstein und FETICHEIRO